Autofahren ein Kinderspiel

Viele müssen es, fast jeder tut es, aber nur die wenigsten können es – Autofahren.
Ich glaube ich spreche da jedem einzelnen aus der Seele wenn ich sage: wir, also jeder der diesen Text gerade liest, ist der einzige Mensch auf der Welt, der WIRKLICH Autofahren kann – und alle anderen NICHT!
Sei es auf dem Weg zur Arbeit, in den Urlaub, einkaufen oder aber auch nur bei einer Runde durch die Stadt oder den Ort. Der, der vor einem fährt ist prinzipiell ein Trottel, unfähig und hat seinen Schein wahrscheinlich in der Lotterie gewonnen oder sich selbst gedruckt.
An den riskantesten Stellen wird geistesgestört noch ein Porsche von einem VW Lupo überholt, einfach weil der Lupo-Fahrer ein Einheimisches Kennzeichen hat und der Porsche-Fahrer nicht.
Straßenkreuzungen bieten sich super für alle möglichen Überholmanöver an – sei es jetzt um Radfahrer, Traktoren, andere PKW oder LKW hinter sich zu lassen. Zum Glück ist die Straße hier meist breit genug für vier Fahrzeuge nebeneinander.
Geschwindigkeitsbegrenzungen sind nur Vorschläge. Bei 80 wird oft hastig auf 60 runter gebremst, dafür gibt’s bei einer 100 Beschränkung nur Vollgas – 150km/h - auf der Bundesstraße wohlgemerkt.
Meine absoluten Lieblinge sind aber die, die einfach irgendwo, wo es ihnen gerade beliebt den Blinker setzen und STEHEN BLEIBEN! Mitten auf der Straße! Bundesstraße, Schnellstraße, Ortsgebiet, nach einer unübersichtlichen Kurve… Einfach Blinker rein, ein KLEINES Stück an die Seite gefahren, so dass man gerade die Seitenlinie ankratzt und dann dort parken. Schließlich ist nur dieser Fleck der perfekte Platz um ein Foto des unglaublich schönen Panoramas zu machen. Nicht der Parkplatz 50m weiter auf der rechten Seite – NEIN. Nur dieses Bankett bietet die Möglichkeit eine vollendete Erinnerung mit nach Hause zu nehmen.
Beim Abbiegen wird grundsätzlich nicht geblinkt, man könnte ja das Birndl (Glühbirne) zu schnell verschleißen oder den Blinkhebel im Auto abnutzen.
Auch ein gern gesehenes Phänomen: sobald sich ein Verkehrsteilnehmer auf einer Abbiegespur eingeordnet hat, kommt ihm vor: „Ach nein, ich fahr doch lieber auf der Straße weiter…“ und dann wird ohne zu schauen einfach wieder auf die Hauptspur gerissen – immerhin haben die anderen Verkehrsteilnehmer auch Bremsen in ihren Vehikel. Da muss man schon drauf achten, dass die nicht zu rosten beginnen.
Würde ich Tagebuch führen, über alle Kuriositäten, die mir so auf den Straßen widerfahren, könnte ich wahrscheinlich den Blog über mehrere Jahre füllen. Zum Glück mache ich das nicht und außerdem gibt es ja noch soooo viele andere Szenarien, die es wert sind, dass ein Artikel darüber erscheint.