Revolution Arbeitsmarkt

Vor einigen Tagen sah ich auf Facebook eine Werbeanzeige mit dem Titel „Matura – was nun?“.
Eltern verschwenden keinen Gedanken daran, was später aus ihren Kindern werden soll, solange sie noch sehr klein sind – geht ja auch gar nicht. Niemand kann rein schauen, ob die Kinder irgendetwas können, irgendein Talent besitzen oder ob sie mit 40/50 Jahren noch im Kinderzimmer hocken und zocken (hach ich kleiner Pumuckl).
Hat man die lieben Kleinen aber erstmal in der Schule, wird die Frage laut: Was soll aus dem Kind bloß mal werden?
Es gibt zig verschiedene Schultypen; Gymnasien, berufsbildende Höhere Schulen, Fachschulen und selbstverständlich ein breites Angebot an Lehrstellen. Wie soll man sich jedoch hier zurecht finden ohne zu wissen was das Kind kann und was nicht?
Ich habe dieses Problem mal eben für alle Zweifler gelöst. Ich habe den Arbeitsmarkt auf die Schnelle gänzlich revolutioniert und möchte selbstverständlich alle an dieser Idee teilhaben lassen.
Also:
Volksschule, Hauptschule hatten wir – dabei bleibt’s auch. Neuntes Schuljahr, passt auch. Da finde ich übrigens die Idee des Polytechnischen Lehrganges ganz toll (nein, kein Sarkasmus!)
Gut, neunte Schulstufe fertig dann Lehre – und zwar JEDER!
Es gibt eine derart große Vielfalt an Lehrberufen, auch bei uns am Land, dass mir niemand erklären kann, dass er hier nicht fündig werden würde. Gut, ein paar Lehrberufe müsste man noch neu einführen bzw. erfinden, stellt für mich aber jetzt auch kein all zu großes Problem dar.
Im dritten Lehrjahr können sich die Schüler dann entscheiden, ob sie aufbauend auf diesen Beruf ein Studium antreten wollen oder ob sie als Fachkräfte weiter in diesem Job tätig sein möchten.
Bei ersterem Szenario wird die Lehrabschlussprüfung um eine Befähigungsprüfung für Universitäten und Fachhochschulen ergänzt (selbstverständlich nicht am gleichen Tag – ich bin ja kein Unmensch). Es steht dann jedem frei, ein fachspezifisches Studium anzutreten und sich so in der Theorie zu bereichern.
Für all jene, die sich entschieden haben lieber arbeiten zu gehen und als Facharbeiter ihr Geld zu verdienen soll es natürlich keinen Nachteil haben.

 

Dieser zeigt sich in Form der Pension.
Jene, die sich für den „Arbeiter-Weg“ entschieden haben, denen wird die frühere Pension ermöglicht, sprich zwischen 55-60 Jahren.
Die Akademiker müssen die Zeit die sie auf der Universität verbracht haben nachholen und gehen dann eben erst mit 65 oder so in den wohlverdienten Ruhestand.
Tja und das war’s dann im Großen und Ganzen auch schon.

Ich weiß, ihr müsst diese Idee erst mal sacken lassen und darüber nachdenken… Dankt mir einfach später oder sagt euren Kindern und Enkelkindern, dass ich mich riesig über Präsentkörbe freue (ohne Schokolade bitte, ich versuche die Babypfunde noch loszuwerden).